PRÄVENTION

Sportliche Betätigung lohnt sich

Sport und Ernährung

SuvaLiv! – sichere Freizeit

Durch Sport und Bewegung werden etwa 2.3 Millionen Erkrankungen und 3300 Todesfälle in der Schweiz pro Jahr vermieden. Es resultieren Einsparungen durch direkte Behandlungskosten in Höhe von 2.7 Milliarden Franken und indirekte Behandlungskosten von 1.4 Milliarden Franken.

Sportliche Betätigung lohnt sich
 

Lebensqualität
Bewegung und Sport bedingen eine höhere Lebensqualität durch Erreichen eines körperlichen Wohlbefindens und durch Stressabbau. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die sportliche Aktivität ebenfalls positiv zu bewerten.

Das Risiko Sport
International gesehen ist jeder 10. Unfall ein Sportunfall.
Von den Verletzten sind 37% höchstens 22 Jahre alt, 33 - 35% sind 23 bis 32jährig und 15% sind in einem Alter zwischen 33 und 42 Jahren.
Rechnet man zu einem Bagatellunfall die Sportunfälle, die nur maximal 3 Tage Arbeitsausfall zur Folge haben, so finden sich ca. 50% Bagatellunfälle. Feststellbar ist, dass die Zahl der mittelschweren und schweren Unfallformen zugenommen hat, was mit erhöhter Risikobereitschaft, gesteigertem Leistungsdenken und zunehmendem Gefährdungsgrad einzelner Sportarten erklärbar ist.
Die Unfallprävention ist heute im Straßenverkehr gut organisiert, auch im Rahmen der Verhütung von Betriebsunfällen sind suffiziente Maßnahmen getroffen. Im Skisport werden ebenfalls große Anstrengungen unternommen, die Unfallzahlen möglichst niedrig zu halten.
Bei anderen Sportarten und besonders im sogenannten Breitensport fehlt eine gezielte Prävention.

Dabei sind meist nur geringe Maßnahmen notwendig, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren:
So konnte beispielsweise in einer Studie festgestellt werden, dass sich 80% der Studentenunfälle am Ende der
Übungsstunde infolge Ermüdung ereigneten. In diesem Fall wäre es also ratsam, schwierigere Übungen am Ende der Stunde zu vermeiden und die Intensität der Ausübung zu reduzieren.

Betrachtet man die Verunfallten-Statistiken, findet man in der Schweiz pro Jahr 300000 Sportunfälle, in deren Folge eine Arztkonsultation und/oder ein Spitalaufenthalt, verbunden mit einem Arbeitsausfall, erforderlich wurde.
Etwa 160 Sportunfälle mit Todesfolge werden beklagt und Behandlungskosten von ca. 3.4 Milliarden Franken entstehen.

Um hier eine adäquate Prävention zu erreichen, wurden die individuellen Verunfalltenrisiken verschiedener Sportarten errechnet. Im europäischen Raum ist der Fußball die Sportart mit der höchsten Zahl an Verunfallten pro Jahr, gefolgt vom alpinen Skifahren und den Ballsportarten, wie Hand-, Basket- und Volleyball.
Die Betätigungszeit pro Jahr, welche die schweizerische Wohnbevölkerung im Alter von 15 bis 75 Jahren für die untersuchten Aktivitäten aufwendet, liegt derzeit für diese drei Sportarten bzw. Sportartengruppen mit 43 bis 63 Millionen Stunden im Mittelfeld. Weit höhere Zahlen weisen das Bergwandern mit 225 Millionen Stunden, das Baden und Schwimmen mit 189 Millionen Stunden und die Laufsportarten mit 155 Millionen Stunden auf.

Das aus den beiden Faktoren «Verunfallte» und «Betätigungszeit» errechnete Verunfalltenrisiko ist beim Eishockey am höchsten (statistisch gesehen 13.3 Verunfallte pro 10 000 Stunden Sportaktivität), gefolgt vom Fußball (9.7) und Skifahren alpin (7.6).
Die Sportarten mit dem tiefsten Risiko sind nach dieser Erhebung das Jogging
(0.45 pro 10 000 Stunden Sportaktivität), Schwimmen (0.35) und Bergwandern (0.2).

In der Prävention von Sportunfällen gilt es dort Massnahmen zu ergreifen, wo hohe individuelle und hohe kollektive Risiken oder beide zusammen auftreten.

Mit der richtigen Prävention können Verletzungen zwar nicht ausgeschlossen werden, aber sie lassen sich zu einem grossen Teil vermindern – SUVAliv! gibt Tipps und bietet Ihnen Material an.